Konzeption des Waldkindergarten "Schernfelder Waldwichtel"

 

 

Öffnungszeiten im Waldkindergarten Schernfeld:

 

Kernzeit:

Montag bis Freitag von 8.00 - 13.00 Uhr

 

Nach Bedarf kann:

Frühdienst von 7.30 - 8.00 Uhr

Spätdienst von 13.00 - 14.00 Uhr

Spätdienst 2 (Di, Mi, Do) 14.00 - 15.00 Uhr

- dazugebucht werden.

 

 

Kosten: momentan übersteigen bei uns die Kosten für einen Kindergartenplatz den Kindergartenzuschuss für Eltern von der Bayrischen Staatsverwaltung nicht.

Somit kommen derzeit keine zusätzlichen Elternbeiträge auf Sie zu.

  

 

 

 

Hier ein Ausschnitt unserer Konzeption:

 

Inhaltsverzeichnis

1. Struktur und Rahmenbedingungen des Waldkindergarten „Schernfelder Waldwichtel

1.1 Information zu Träger und Einrichtung

 

 

 

 

1. Struktur und Rahmenbedingungen des Waldkindergarten „Schernfelder Waldwichtel

 

1.1 Information zu Träger und Einrichtung

 

Geschichte

 

Im September 2006 initiierte eine Waldspielgruppenleiterin aus Eichstätt in Schernfeld eine Waldspielgruppe unter der Trägerschaft des Kreisjugendring Eichstätt im Walderlebniszentrum Schernfeld (WEZ). Im Sommer 2009 war die Gruppe soweit gewachsen, dass sich die Frage einer Weiterführung auf der Basis eines Waldkindergartens stellte. Im September 2009 erfolgte daraufhin die staatliche Anerkennung als Waldkindergarten unter einer privaten Trägerschaft mit Förderung durch das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBig). Seit 2012 ist der Waldkindergarten in die Gemeinde Schernfeld als öffentlichem Träger eingebunden. Die Gemeinde Schernfeld ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt.

 

Kontaktdaten

 

Postadresse der Schernfelder Waldwichtel:

 

Waldkindergarten „Schernfelder Waldwichtel“

Harthofstr. 2

85132 Schernfeld

 

Waldhandy: 0151 / 62439768

E-Mail: waldwichtel-schernfeld@gmx.de

Homepage: www.schernfelder-waldwichtel.de

Oder auf Facebook: Waldkindergarten der Schernfelder Waldwichtel

 

Träger:

 

Gemeinde Schernfeld

Gundekarstr. 7 a
85072 Eichstätt
Tel: 08421/9740-0
Fax: 08421/9740-50 e-mail: poststelle@vg.eichstaett.de

 

Der Wald

 

Die Waldwichtel bewegen sich auf dem Gelände des WEZ im Schernfelder Forst. Hier gibt es mächtige Baumriesen und lichtes Unterholz. Man findet dunkle Fichtenschonungen zum Verstecken und Platz zum Rennen auf den Waldwiesen. Spannend sind auch die verschlungenen Waldpfade und Stationen der Walderlebniswege. Erde, Feuer, Wasser und Luft sind bewusst an diversen Stationen erlebbar. Interessant ist es auch immer wieder, den Waldarbeitern bei der Arbeit mit verschiedenen Gruppen oder im Holz über die Schulter zu schauen. Je nach Wetterlage kann die Gruppe Licht- oder Schattenbereiche in nächster Umgebung ansteuern.

 

Die Basis

 

Nicht weit vom Parkplatz des Walderlebniszentrum Schernfeld befindet sich unser Sammelplatz. Dieser besteht aus einem Unterstand, mehreren Bauwägen und einer kleinen Holzhütte. Diese können bei kalter Witterung beheizt werden, um jederzeit einen warmen Rückzugsort zu haben. Ganz in der Nähe steht das Schönwieselhaus das als Schutzraum bei Sturm zur Verfügung steht. Im Wald verteilt gibt es diverse Hütten oder den großen Pavillon, wo wir uns ebenfalls bei schlechtem Wetter zurückziehen können.

Ist der Wald wegen Jagd, Schneebruch oder Unwetterwarnung gesperrt, weichen wir in Räumlichkeiten der Gemeinde aus.

 

Öffnungszeiten

 

Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 14.00 Uhr

Di, Mi, Do bis 15.00 Uhr

Kernzeit im Wald ist von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Der Waldkindergarten hat 30 Schließtage.

 

Gruppenzusammensetzung

 

Unser Waldkindergarten setzt sich aus Kindern zwischen 2,5/3 Jahren bis zur Einschulung zusammen.

Die Gruppe ist altersgemischt.

Die Gruppenstärke beträgt maximal 23 Kinder, um die waldpädagogischen Aspekte und Sicherheitsanforderung gewährleisten zu können.

Die Kinder werden meist während des Tages in zwei altersspezifische Gruppen aufgeteilt.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Kinder, die noch nicht bereit für die Schule, aber in ihrem bisherigen Kindergarten etwas unterfordert sind, das letzte Kindergartenjahr im Waldkindergarten zu verbringen und so neuen Herausforderung ausgesetzt zu sein.

 

Abmeldung

 

Falls ihr Kind wegen Krankheit oder Ähnlichem den Waldkindergarten tageweise nicht besuchen kann, teilen Sie dies bitte dem Waldwichtel-Team über das Waldhandy mit.

 

Finanzierung

 

Seit Herbst 2009 ist die Grundfinanzierung über staatliche und kommunale Zuschüsse für den Waldkindergarten gesichert. Seit 2012 finanziert sich der Waldkindergarten über staatliche und kommunale Zuschüsse und Elternbeiträge.

Bei Kindern aus Nachbargemeinden wird die Kindergartenbezuschussung bei der Heimatgemeinde vom Träger beantragt.

Seit 2019 finanziert sich der Waldkindergarten voll durch staatliche und kommunale Zuschüsse.

 

Personal

 

Das Waldwichtel-Team besteht aus derzeit vier pädagogischen Mitarbeitern. Des Weiteren werden jederzeit Praktika in Kurz- oder Langzeit für Studierende, Interessierte, zur Orientierung oder im Rahmen anderer Ausbildungen ermöglicht.

Im Krankheitsfall stehen uns zwei Springerkräfte zur Verfügung, die flexibel einspringen können.

Regelmäßig stattfindende Teamgespräche, Teilnahme an Fortbildungen und fortwährende Weiterentwicklung der Konzeption sichern die Qualität im Waldkindergarten.

 

Hygiene und gesundheitliche Aspekte

 

Die gesunde und ganzheitliche Entwicklung des Kindes steht im Vordergrund der Waldkindergartenerziehung. Jahreszeiten, Luft und Wetter sowie andere biosphärische Angebote des Lebensraumes Wald stärken die im Kind angelegte Abwehr und sein Immunsystem. Sie erfordern aber auch ein besonderes Vertraut werden mit hygienischen Schutzmaßnahmen für das Kind und für den intakten Wald. Zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen gehören die Aufklärung der Kinder und Eltern durch Informationen in Gesprächen, oder an Elternabenden (Händewaschen, Essverhalten, Zecken und Mückenstiche, geeignete Kleidung im Sommer und Winter).

Müssen die Kinder während eines Ausfluges im Wald ein „großes Geschäft“ erledigen, wird ein Loch gegraben, in das das Geschäft erledigt werden kann. Danach wird das Loch sauber abgedeckt. Auf unserem Basisplatz gibt es weiterhin eine Komposttoilette. Ist das Kind noch nicht ganz sauber, wird es in den vorhandenen Räumlichkeiten oder unterwegs auf einer Wickelunterlage mit Feuchttüchern gewickelt. Es ist jedoch zu empfehlen, dass der neue Waldwichtel sauber ist.

 

Sicherheit

 

Der Wald hat keine Wände, aber klare Regeln.

Diese werden von den ErzieherInnen für die Kinder verdeutlicht: keine Beeren essen, nichts in den Mund nehmen, in Ruf- oder Sichtweite bleiben, mit Ästen, Steinen etc. vorsichtig umgehen, Klettern nur gemäß der Absprache mit den ErzieherInnen usw. Zwischen den ErzieherInnen und den Eltern werden Absprachen getroffen, damit diese Regeln akzeptiert, eingehalten und an die Kinder zu Hause mit weitergegeben werden.

Die Eltern füllen bei Aufnahme eine Abholgenehmigung aus, in der sie angeben, welche Personen abholberechtigt sind.

Als staatlich anerkannter Kindergarten sind wir über die Berufsgenossenschaft versichert.

 

Sicherheitskonzept bei Sturmwarnung

 

Über das Wetter hält sich das pädagogische Team der „Schernfelder Waldwichtel“ ständig auf dem Laufenden. Als Orientierung dienen dazu die Meldungen auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, auf der amtliche Warnungen veröffentlicht werden:

http://www.wettergefahren.de/warnungen/warnsituation.html

Diese Website ist farbig in verschiedene Warnstufen gegliedert die man gezielt für seine Region durch „anklicken“ der Landkarte aufrufen kann.

 

Die Reaktion des pädagogischen Teams vor Ort, auf die verschiedenen Warnstufen, gliedert sich wie folgt:

Bei Warnstufe „gelb“ treffen wir uns wie gewohnt auf dem Platz des Waldkindergartens. Das pädagogische Team informiert sich beständig weiter über die bestehenden Wetterwarnungen und behält den Wald und seine Reaktion auf das Wetter im Auge.

Bei Warnstufe „orange“ treffen wir uns zwar noch auf dem Platz des Waldkindergartens. Wir bewegen uns aber nicht weit in den Wald und bleiben in der Nähe der festen Bauten. Das pädagogische Team behält verstärkt den Wald und seine Reaktion auf das Wetter im Auge. Je nach Situation und Stärke der Wetterlage vor Ort wird entschieden sich in den Schutzraum zurückzuziehen. Dabei geht das pädagogische Team kein Risiko ein. Der Schutzraum ist in diesem Fall das Schönwieslhaus. Im erhöhten Risikofall kontaktieren wir die Eltern und lassen die Kinder abholen.

Bei Warnstufe „rot“ treffen wir uns nicht mehr an unserem Platz im Waldkindergarten, sondern weichen in das Dorfhaus in Schönau aus. Die Eltern werden schnellstmöglich über den Ortswechsel informiert, sobald diese Warnstufe veröffentlicht wurde. In Notfällen behalten wir es uns vor die Kinder abholen zu lassen oder den Waldkindergarten tageweise zu schließen.

Bei Warnstufe „dunkelrot“ treffen wir uns im Dorfhaus in Schönau oder der Waldkindergarten wird tageweise geschlossen. Die Eltern werden in jedem Fall über das Vorgehen schnellstmöglich informiert.

 

Ausrüstung der Kinder und Erzieher

 

Ausrüstung der Kinder:

Die Kinder sollten mit einer Kleidung im Kindergarten ankommen, die der jeweiligen Wetterlage entspricht. Wasserdichte Matschkleidung und gutes wasserdichtes Schuhwerk sind unverzichtbar. An Tagen mit unsicherer Witterung (besonders zu den Übergangszeiten Herbst und Frühling), sollte die Matschausrüstung auf jeden Fall mit im Gepäck sein. Im Winter empfiehlt es sich, über die gängigen Winterjacken und –hosen bzw. Schneeanzüge die Matschklamotten anzuziehen. Das hält die Kinder beträchtlich länger warm, da die Kleidung beim Spielen im Schnee nicht so schnell durchnässt wird.

Warme Socken aus Wolle halten die Füße warm. Auch im Sommer sollten die Kinder geschlossene Schuhe, langärmlige dünne Baumwolloberteile, lange Hosen, sowie eine Kopfbedeckung tragen. Wichtig wäre Sonnencreme. Bitte geben Sie ihrem Kind kein Insektenspray mit. Es befindet sich eines im Waldkindergarten. Die Kinder müssen keine eigene Brotzeit mitbringen (siehe unten), sondern nur ihre eigene Trinkflasche.

Jedes Kind benötigt einen Rucksack für Ersatzkleidung (wenn sie nicht ganz sauber sind), zum Transport der Trinkflasche und für unterwegs. Ein kleines mit Namen beschriftetes Handtuch sollte sich ebenfalls im Rucksack befinden.

 

Ausrüstung des Betreuungsteams:

In einem Bollerwagen und/oder Rucksack führen die Betreuer bei Ausflügen folgende Gegenstände mit:

  • Behälter mit frischem Wasser

  • Toilettenpapier

  • Ersatzkleidung

  • Erste Hilfe Tasche

  • Mobiltelefon

  • Müllbeutel

  • Kleine Klappschaufel

  • Pflanzen- und Tierbestimmungsbuch

  • Telefonnummern aller Eltern und Notrufnummer

 

Brotzeit

 

Die Brotzeit wird abwechselnd von den Eltern für die gesamte Gruppe zubereitet und an einem vereinbarten Tag (lt. Brotzeitliste, die an die Eltern verteilt wird) mitgebracht. Diese gemeinsame Brotzeit hat den Vorteil, dass alle Kinder dasselbe essen und dass nur zwei große Brotzeitboxen oder –taschen (eine pro Kleingruppe) mit in den Wald genommen werden müssen. Zudem ist es für die anderen Kinder jedes Mal eine Überraschungsbrotzeit. Bei der Brotzeit ist es wichtig auf regionale, saisonale und biologische Produkte zu achten. Gerne kann die Brotzeit auch vegetarisch gebracht werden. Gesund und Knackig ist das Ziel! Süßes wie Kuchen, Kekse und Co. gibt es nur an besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Feiern. Wir veranstalten immer wieder Kochaktionen Sein Getränk bringt jedes Kind selbst mit. Trinkflaschen mit kleiner Öffnung, die beim Umkippen nicht gleich auslaufen, bzw. in die keine Insekten gelangen können haben sich bewährt.

Im Winter gerne Isolierflaschen mit einem warmen Getränk.

 

 

 

 

Die ausführliche Konzeption ist im Waldkindergarten vor Ort einzusehen.